Interview mit Jagoda Marinić

marinicJagoda Marinić legte vor kurzem mit „Restaurant Dalmatia“ einen neuen Roman vor. Er handelt von der Fotografin Mia, die aus Kanada in ihre ehemalige Heimatstadt Berlin zurückkehrt und sich auf eine Suche nach ihrer Kindheit, nach ihrer Identität begibt. Der wichtigste Ort war für sie das (im Romantitel genannte) Restaurant ihrer Tante Zora. Aber auch der eigenwillige Spanier Jesus ist untrennbar mit ihrer Kindheit verbunden…

Migration und Erinnerung sind nur zwei der Themen, mit denen sich die Schriftstellerin Jagoda Marinić beschäftigt. In ihrem neuen Roman setzt sie sich auf sensible und poetische Weise damit auseinander, wie sehr Herkunft und Kindheit unser Dasein als erwachsene Menschen bestimmen. Die Autorin schreibt nicht nur Romane und Erzählungen, sie ist auch Leiterin des Interkulturellen Zentrums in Heidelberg und hat sich als Journalistin und Essayistin aktiv in die Debatten nach den NSU-Morden eingemischt. Kein Wunder, dass es im Interview bei einer Station auf ihrer Lesereise auch um ihre politischen und gesellschaftlichen Interventionen ging.

Interview erstmals gesendet am 30. September 2013 bei Radio Z.

Der Roman „Restaurant Dalmatia“ ist bei Hoffmann und Campe erschienen. Jagoda Marinić blogt auch, und zwar hier.

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2 Gedanken zu „Interview mit Jagoda Marinić

  1. Lieber Tobias,
    das Interview mit Jagoda Marinic hat mich sehr beeindruckt. Zum einen habe ich eine sehr sympathische Autorin kennengelernt, die einen Roman verfasst hat, der mich nun schon sehr neugierig macht. Und dann fand ich auch den weiteren Interview-Verlauf, in dem sie über ihre journalistische Tätigkeit und ihre Motivation dazu erzählt und auch ihren Blick auf die NSU-Morde – das hier gerade Attentate auf Menschen verübt wurden, die Initiative ergriffen haben, in Deutschland etwas zu gestalten, habe ich so noch nie gesehen – geschildert hat, sehr interessant.
    Viele Grüße, Claudia

    1. Liebe Claudia,
      freut mich, dass Dir das Interview gefallen hat! Mir ist Jagoda Marinic zuallererst als Journalistin aufgefallen, erst vor kurzem habe ich entdeckt, dass sie Schriftstellerin ist. Ich finde ihren Blickwinkel sehr wichtig und finde es gut, dass sie regelmässig Artikel verfasst. Es ist erschreckend, wie selten Leute, die selber eine migrantische Familienbiografie haben, zum Thema NSU zu Wort kommen.
      Liebe Grüße, Tobias

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