„Es ist ein Buch zum Mitmachen“ – Maruan Paschen im Interview über seinen Roman „Kai“

Am 23. August feierte der Verlag Matthes & Seitz Berlin sein Zehnjähriges. Dazu gab es ein literarisches Festprogramm voller Höhepunkte, einer davon war die Buchpremiere von Maruan Paschens Debütroman „Kai“. Im Interview verrät der Autor Näheres zu seinem Buch.

Das Wetter hielt, anders hätte es auch gar nicht sein dürfen, denn hunderte Menschen hätten sich sonst in die doch etwas beengte Villa des Literarischen Colloqiums Berlin zwängen müssen. So konnte aber der Verlag Matthes & Seitz Berlin bei wunderbarem Spätsommersonnenschein sein zehnjähriges Jubiläum zelebrieren. Das Programm bot viele Höhepunkte, wie die zweisprachige Lesung aus Tomas Espedals Roman „Wider die Natur“ mit einem mitreißenden und sehr humorvollen anschließenden Autorengespräch, die Premiere von Esther Kinskys auf der Buchpreis-Shortlist stehenden Roman „Am Fluß“ sowie ein Podiumsgespräch zwischen Peter Trawny, Guillaume Paoli und DIE ZEIT-Feuilletonchef Adam Soboczynski über „Gefährliches Denken“ in der Philosophie. Auch höchst unterhaltsam und informativ war die Vorstellung der NATURKUNDEN-Reihe mit Judith Schalansky, Jutta Person und Cord Riechelmann. Überhaupt gelang es dem Fest auf wunderbare Weise, das Unterhaltsame und das Tiefgründige, das Philosophische und das Narrative zu verbinden – wie eben auch dem MSB-Verlagsprogramm. Weitere Eindrücke vom Fest gibt es hier bei Buzzaldrins Bücher.

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Maruan Paschen (links) und Tobias Becker bei der Lesung in der Rotunde des LCB.

Mit Maruan Paschens Roman „Kai“ wurde bei diesem Fest zudem ein Debütwerk das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt, das es in sich hat. Nur 100 Seiten dick ist diese (wie der Untertitel verrät) „Internatsgeschichte“, doch sie ist in einem gänzlich eigenen Stil verfasst, der sie zum literarischen Schwergewicht macht. Auslassungen und Brüche eröffnen Assoziationsräume, vertiefen die geheimnisvolle Atmosphäre, die den Icherzähler immer mehr erfasst. Denn Kai, sein Freund in der schwer verständlichen Welt des Internats, verschwindet plötzlich – und niemand weiß, wohin.

Kurz vor seiner Lesung sprach ich mit Maruan Paschen über „Kai. Eine Internatsgeschichte“. Der Autor ist 1984 geboren, lebt in Leipzig und hat nach einer Ausbildung als Koch am Literaturinstitut in Biel studiert. Im Hintergrund sind übrigens die MSB-Schießbude und das angrenzende Kinderprogramm zu hören…

 

Maruan Paschen. Kai. Eine Internatsgeschichte. 102 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag. Verlag Matthes & Seitz Berlin 2014. 16,90 €

 

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