Betreutes Lesen zwischen Frau und Gitarre

1024 Seiten hat der neue Roman von Clemens J. Setz. Zum Glück müssen wir da nicht alleine durch. Ein Social Reading-Projekt begleitet die Lektüre von „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“. Libroskop freut sich, dabei zu sein.

Vor kurzem mokierte ich mich noch über die mangelnde Debattenkultur, wenn es konkret um einzelne Bücher geht, kurz darauf bin ich nun schon Teil des zweiten Leseprojektes zu einem Roman. Wenn alle Wünsche so schnell in Erfüllung gehen würden…

Tatsächlich habe ich mich über die Anfrage von Guido Graf für das Social Reading-Projekt zu Clemens J. Setz‘ neuem Roman sehr gefreut. Vielleicht hätte ich bei den Werken anderer Autor_innen nicht so bedenkenlos zugesagt, aber ein Setz-Roman, das ist Futter fürs Hirn, wenn nicht sogar fürs Unterbewußtsein. Das war schon bei seinem letzten Roman „Indigo“ so und selbst sein Lyrik-not-Lyrik-Band „Die Vogelstraußtrompete“ hatte das Potential, neurale Verschaltungen konträr neu zu organisieren. I like Setz und die Aussicht, dieses neue Monstrum von einem Roman zusammen mit anderen zu lesen, hat mich sofort angesprochen.

Nun wird seit letztem Montag unter frau-und-gitarre.de eifrig drauflosgeschrieben, parallel dazu wird bei sobooks.de direkt im „Social Book“ kommentiert. Die Runde derer, die mitlesen und -schreiben, ist illuster, es sind Menschen von Buchblogs, Internetseiten, aus den Feuilletons und auch Schriftsteller_innen vertreten. Aber auch alle anderen können kommentieren und partizipieren, wie das ablaufen soll, steht hier.

100 Tage soll das Social Reading dauern, bis in den Dezember hinein also. Ich selbst werde erst nach meinem momentan laufenden Urlaub dazustossen. Genügend Zeit bleibt dann immer noch. Aber vielleicht seid Ihr ja jetzt schon neugierig geworden und schaut einmal bei frau-und-gitarre.de vorbei…

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Ein Gedanke zu „Betreutes Lesen zwischen Frau und Gitarre

  1. Ich bin gespannt, was Du von Deinen Eindrücken berichtest, lieber Tobias. Ich habe im letzten Jahr am Lesesalon der Süddeutschen Zeitung teilgenommen. Da musste man aber online lesen (nicht so mein Ding) und hatte sofort alle Kommenatre der Mitlesenden auf dem Schirm. Die sind zwar total anregend gewesen, haben aber sehr vom eigenen Lesen abgelenkt. Außerdem war das ausgewählte Buch von so ausgesucht problematisch-schlichter Argumentation, dass ich die Lektüre abbrechen musste. Nun bin ich gespannt, wie und ob so viele Teilnehmer bei einem so langen Roman über einen so langen Zeitraum mitlesen und -kommentieren oder ob sich das nicht auch – wie bei der schon angesprochenen Schullektüre – irgendwann im Sande verläuft. Ich werde immer mal bei der Frau und der Gitarre vorbeischauen. Und wünsche ganz viel Spaß bei der langen Lektüre.
    Viele Grüße, Claudia

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