Was weiß das Kino, was wir nicht wissen?

Der Dokumentarfilm „Von Caligari zu Hitler“ sucht nach Vorahnungen der NS-Diktatur im Kino der Weimarer Zeit und orientiert sich dabei an Siegfried Kracauers berühmter gleichnamiger Studie. Ein Interview mit dem Regisseur und Filmkritiker Rüdiger Suchsland.

Als 1947 Siegfried Kracauers Studie „Von Caligari zu Hitler“ erschien, war die NS-Diktatur erst seit zwei Jahren Vergangenheit. Kracauer analysierte in seinem Buch, inwiefern das deutsche Kino der Weimarer Zeit, das mit Filmen wie „Metropolis“, „Das Cabinet des Dr. Caligari“ oder „Nosferatu“ Weltruhm genoss, bereits Vorzeichen des kommenden Totalitarismus zeigte. Er fand Themen wie die Verführung der Massen oder die Manipulation des Einzelnen sowie Gestalten wie den nach Weltherrschaft strebenden Verbrecher vor – Motive, die es zu jener Zeit nur im deutschen Film gab.

Rüdiger Suchsland

Der Filmkritiker Rüdiger Suchsland hat anhand von Kracauers Thesen geforscht und einen Dokumentarfilm vorgelegt, den es seit kurzem auch auf DVD gibt. Anläßlich einer Veranstaltung im Casablanca Kino Nürnberg traf ich Rüdiger Suchsland im Mai 2015, hier der Podcast des damals für Radio Z entstandenen Interviews:

Von Caligari zu Hitler. Deutschland 2014. Regie: Rüdiger Suchsland. 118 Min. DVD erschienen bei good!movies.

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